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Aussichtsturm BuGa 2011

Koblenz

MSH-Förderpreis, 1. Preis Ideenwettbewerb

Idee und Formfindung:

Der Aussichtsturm für die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz soll auf der Bu­benheimer Flesche entstehen, die heute nur noch als Hügel existiert und ursprüng­lich als Wehranlage im ersten Weltkrieg diente. Im Herzen lag die alte Mörserbat­terie, die nach und nach zerstört wurde. Die verbliebenen Reste wurden mit Erde überschüttet und bilden heute einen Hü­gel im Koblenzer Volkspark.

Die Gestalt des Aussichtsturmes basiert auf der Form der dort ursprünglich be­findlichen Mörserbatterie. Der Standort ist so gewählt, dass der Turm genau über der alten Batterie sitzt. Der Treppenlauf, der sich als Doppelhelix in dem Turm nach oben und nach unten windet, bezieht sich auf die runde, spiralartige Struktur der Batterie. Zum Turm führt ein gepflaster­ter Weg hinauf, der den Besucher zum sich nach oben wendelnden Treppenlauf führt. Die Bewegungsrichtung der Dop­pelhelix ist aus der am Ort vorliegenden Wegeführung abgeleitet.

Die äußere Hülle besteht ausschließ­lich aus Druckstäben und Zugseilen. Sie basiert auf dem System des Tensegri­ty, einem zusammengesetzten Wort aus „tension“ (Spannung) und „integrity“ (Ganzheit, Zusammenhalt). Es bezeichnet die Richard Buckminster Fuller und Ken­neth Snelson zugeschriebene Erfindung eines Tragwerkssystems, in dem sich Strukturen durch Druck- und Zugspannung selbst stabilisieren.

Dieses System spiegelt sich in derTatsache wider, dass eine ehemali­ge Wehranlage aus dem Ersten Welt­krieg zum Eingang und Wahrzeichen der Bundesgartenschau wird. An dem Ort gibt es eine gewisse historische Span­nung (Tension), die nun Zusammenhalt und Ganzheit (Integrity) anstrebt und die Stadt nach außen repräsentieren soll.

Unsere Bestrebung ist es, einen Turm zu entwickeln, der allen Anforderungen, die der Ort und die Ausstellung mit sich brin­gen, gerecht wird, damit der Turm auch nach der Ausstellung der Stadt Koblenz als Wahrzeichen dienen kann.

Details

  • Bearbeiter: Nana Schilling, Konstantin Jerabek, Stefan Wälder, Sebastian Metz
  • Ideenwettbewerb, MSH-Förderpreis, 1.Preis
  • 2008