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Haus des Artisten

Überall

Ein Zirkuswagen als Hommage an den Clown Pierino

„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen;
Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust Zu den Gefilden hoher Ahnen.“
[Goethe, Johann Wolfgang | Faust, der Tragödie erster Teil]

Kaum ein anderer Charakter verkörpert die innere  Z e r r i s s e n h e i t  so stark wie der des Clowns. Seine lustige, exzentrische, satirische Art steht dem Introvertierten, Traurigen und Einsamen gegenüber. Ein Meister der F a s s a d e, der dem Publikum stets etwas vorspielt. Wenn man an seiner eigentlichen Person interessiert ist, muss man den Schritt hinter die verspielte, farbenfrohe Fassade wagen, um den Eintritt in sein (Privat-) Leben zu entdecken. Jedoch wird man schnell merken, dass die  E i n d r ü c k e  von außen Spuren in seinem Leben hinterlassen und seinen  W e g  zugleich geformt haben. Die anfängliche  O b e r f l ä c h i g k e i t erfährt im Innern eine zunehmende Intimität und Tiefe, die von kleinen über mittlere bis hin zu großen Elementen zusammengefügt ist. Der Grad zwischen den Extremen wird an der intimsten Stelle verdeutlicht. Ein Raum, der zerbrechlicher nicht sein kann, zeigt die Kehrseite des lustigen Clowns.

Das Zuhause bleibt, die Aussicht wechselt...
Ein Zirkuswagen als Hommage an den Clown Pierino.

Details

  • Bearbeiter: Sebastian Metz
  • Studienarbeit 2011